Blackjack Spielregeln

Blackjack (manchmal bezeichnet man dieses Kartenspiel im Deutschen auch als „Siebzehn und Vier“) gehört zu den beliebtesten traditionellen Casinospielen überhaupt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Spielregeln bei Blackjack sehr einfach zu begreifen sind und sich so auch von Neulingen im Nu erlernen lassen. Außerdem sind die Gewinnchancen bei Blackjack weitaus günstiger als bei vergleichbaren Kartenspielen, was besonders für Spieler attraktiv ist, die kein allzu großes unkalkulierbares Risiko eingehen möchten.

Top Online Casinos für Blackjack
bet365 Playtech, Microgaming, WMS,…
Platinum Play Microgaming
Casino.com Playtech
CasinoEuro Net Entertainment, Microgaming,
Play’n’Go, WMS,…

Zur Blackjack Übersichtsseite

Der Spielverlauf

Ganz generell ist es bei Blackjack das Ziel, dass Ihr Gesamtkartenwert jenen des Dealers übertrifft, wobei er so nahe wie möglich an 21 kommen soll, aber nicht darüber hinausgehen darf. Im Endeffekt spielen Sie stets alleine gegen den Dealer (d.h. die Bank), auch wenn mehrere andere Spieler am gleichen Tisch Platz genommen haben sollten (z.B. im landbasierten Casino).

Zum Spielbeginn platzieren Sie Ihren Einsatz. Daraufhin teilt der Dealer zunächst Ihnen und sodann sich selber eine Karte aus. Eine zweite Karte wird ausgeteilt. Die Ihrige wird wiederum aufdeckt, doch die zweite Karte des Dealers bleibt verdeckt. Sie haben nun also zwei aufgedeckte Karten vor sich liegen, während der Dealer über eine aufgedeckte und eine verdeckte Karte verfügt.

Nun dürfen Sie die eine oder andere Entscheidung bezüglich der Aufnahme weiterer Karten oder Anpassung Ihres Einsatzes treffen, die wir Ihnen in den nachfolgenden Regeln erläutern. Haben Sie Ihre Entscheidung letztendlich gefällt, enthüllt der Dealer seine bislang verdeckte Karte. Je nachdem welche Hand er hält, muss er unter Umständen eine oder mehrere weitere Karten aufnehmen. Ist dies schließlich geschehen, so werden Ihre Karten mit jenen des Dealers verglichen und ausgewertet. Dies beendet das Spiel und es kann in eine neue Runde gehen.

Grundregeln und Kartenoptionen

Alle Nummernkarten (2 bis 10) werden bei Blackjack im Einklang mit ihrem jeweiligen aufgedruckten Wert gezählt. Hingegen werden alle Bildkarten (Bube, Dame und König) grundsätzlich mit „10“ bewertet. Das As zählt entweder als „11“ oder als „1“.

Haben Sie Ihre zwei Karten erhalten (die zweite Karte des Dealers ist zu diesem Zeitpunkt immer noch verdeckt), müssen Sie sich entscheiden, wie Sie Ihren Zug spielen möchten. Dazu haben Sie vier Möglichkeiten:

Stehen (Stand)
Sie sind mit Ihren Karten zufrieden und wollen daher keine weitere Karte ziehen. Das ist normalerweise der Fall wenn Ihr gesamter Kartenwert bereits sehr nahe an der angestrebten „21“ ist und Sie durch das Ziehen einer weiteren Karte mit hoher Wahrscheinlichkeit über „21“ hinauskämen (wodurch Sie automatisch verlieren).

Ziehen (Hit)
Sie sind mit Ihren Karten noch nicht zufrieden und möchten eine weitere Karte ziehen. Der Dealer teilt Ihnen daraufhin die oberste Karte des Stapels aus. Dies sollten Sie nur riskieren, wenn Sie von „21“ noch verhältnismäßig weit entfernt sind (z.B.: Sie halten gegenwärtig eine „2“ und eine „8“ = Gesamtwert von „10“). Durch das Ziehen einer weiteren Karte haben Sie die Chance, sich an die erstrebenswerte „21“ anzunähern. Ziehen Sie eine Bildkarte (die ja grundsätzlich als „10“ zählt), so hätten Sie in unserem Beispiel nun also einen Gesamtkartenwert von „20“ („2“ + „8“ + „10“) auf der Hand. Bitte aber nicht vergessen: Kommen Sie nach dem Austeilen einer weiteren Karte über „21“, haben Sie automatisch verloren.

Teilen (Split)
Wenn es sich nach dem Erhalt Ihrer zwei Karten herausstellt, dass Sie ein Paar halten (also z.B. zwei Fünfen; und zwar unabhängig von deren Farbe), können Sie dieses Paar aufteilen. In diesem Fall spielen Sie nun also mit zwei Kartenhänden. Für die zweite Hand müssen Sie sodann nochmals den gleichen Einsatz, den Sie ursprünglich getätigt haben, auflegen. Daraufhin teilt Ihnen der Dealer für jede Ihrer beiden Hände nochmals jeweils eine Karte aus. Sie müssen allerdings gut abwägen, ob Sie Vorteile aus einem solchen Kartenteilen haben oder nicht. Beispiel: Wenn Sie bereits zwei Könige halten, die als Bildkarten jeweils als „10“ bewertet werden, wodurch Ihr gesamter Kartenwert sowieso bereits „20“ („10“ + „10“) beträgt, mag das Teilen keine besonders kluge Entscheidung darstellen.

Besondere Einsatzmöglichkeiten

Auch bei den Einsätzen haben Sie – abgesehen vom zusätzlichen Einsatz beim Teilen (siehe oben) – je nach gespielter Blackjack-Variante noch so einige Möglichkeiten. Die wichtigsten sind:

Verdoppeln (Double)
Bei bestimmten Blackjack-Varianten ist es Ihnen erlaubt, Ihren Einsatz zu verdoppeln, wenn Sie der Meinung sind, eine besonders vielversprechende Hand zu halten. Der Dealer wird bei Ihnen anfragen, ob Sie verdoppeln wollen. Wenn Sie das Angebot annehmen, platzieren Sie nochmals die gleiche Summe Ihres ursprünglichen Einsatzes. Daraufhin teilt Ihnen der Dealer eine weitere Karte (also Ihre dritte) aus. Bei dieser Hand müssen Sie dann bleiben und das Ziehen (Hit) weiterer Karten ist nicht mehr möglich. Kommen Sie mit Ihrer nunmehr dritten Karte jedoch über „21“ haben Sie automatisch Ihren verdoppelten Einsatz verloren. Deshalb große Vorsicht bei einer solchen Einsatzverdopplung walten lassen! Bei einem „Natürlichen Blackjack“ (siehe unten) ist eine Verdopplung aber natürlich sowieso ausgeschlossen.

Versicherung
Praktisch alle Blackjack-Varianten bieten eine Versicherung an, durch die Sie den potentiellen Verlust Ihres Originaleinsatzes bei einer möglichen „Blackjack“-Hand (siehe unten) des Dealers vermeiden. Der Abschluss einer Versicherung ist nur möglich, wenn die aufgedeckte Karte des Dealers ein As ist. Wünscht der Spieler eine Versicherung, so setzt er als „Versicherungsprämie“ üblicherweise nochmals die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes. Stellt es sich bei der Auswertung heraus, dass der Dealer tatsächlich einen „Blackjack“ erzielt hat, so verlieren Sie zwar Ihren ursprünglichen Einsatz sofern Ihre eigene Hand kein „Blackjack“ ist, doch auf Ihre hinterlegte „Versicherungsprämie“ erhalten Sie eine Gewinnquote von 2:1 ausbezahlt.

Nehmen wir als praktisches Beispiel folgendes an: Ihr ursprünglicher Einsatz beträgt 10 Euro. Als Versicherung hinterlegen Sie demnach 5 Euro. Der Dealer deckt einen „Blackjack“ auf. Das bedeutet nun zwar, dass Sie Ihren ursprünglichen Einsatz von 10 Euro verlieren, aber dafür erhalten Sie auf Ihre hinterlegte Versicherung von 5 Euro einen Gewinn von 10 Euro ausbezahlt. Ihr Verlust beläuft sich dementsprechend auf Null, denn der Gewinn aus der Versicherung hat den verloren gegangenen ursprünglichen Einsatz effektiv ausgeglichen.

Der Abschluss einer Versicherung sollte von Ihnen jedoch ebenfalls sehr sparsam angewendet werden. Immerhin: Falls der Dealer zwar keinen „Blackjack“ erzielt, mit seiner Gesamtpunktzahl aber dennoch Ihren Gesamtkartenwert übertrumpft, wird logischerweise sowohl Ihr ursprünglicher Einsatz als auch Ihre Versicherung eingezogen.

Kartenauswertung

Sie haben bereits eingangs erfahren, welche Werte die einzelnen Spielkarten generell aufweisen. Es fehlt einzig und alleine noch eine Erklärung der Hand, von der das Kartenspiel Blackjack seinen Namen erhält:

Blackjack
Als „Natürlicher Blackjack“ wird eine aus nur zwei Karten bestehende Hand bezeichnet, die genau auf einen Gesamtwert von „21“ kommt. Aufgrund der vorbestimmten einzelnen Kartenwerte kann eine solche Hand deshalb logischerweise nur aus einer Bildkarte („10“) oder einer „10“ (Nummernkarte) plus einem „As“ (das in diesem Fall als „11“ bewertet wird) zusammengesetzt sein. Keine andere Kombination ist möglich.

Allerdings kann man auch einen „Gewöhnlichen Blackjack“ erzielen, der sich aus mehr als zwei Karten ergibt. Erinnern Sie sich daran, dass Sie bei Blackjack versuchen, die magische Gesamtpunktzahl von „21“ zu erreichen. „Blackjack“ und „21“ sind dementsprechend synonym.

Beispiel 1: Sie halten anfänglich eine Bildkarte (Wert „10“) und eine „3“. Dies ergibt einen Gesamtwert von „13“. Sie ziehen nun eine dritte Karte, die sich als „8“ herausstellt; und voilá, Sie haben dadurch „21“ – also einen „Gewöhnlichen Blackjack“ – erreicht!

Beispiel 2: Sie halten anfänglich eine „9“ und ein „As“. Zusammen ergibt dies „20“, wenn Sie das As als „11“ zählen. Das ist bereits eine ziemlich gute Hand mit hoher Gewinnchance. Allerdings könnten Sie Ihr As wahlweise auch nur als „1“ bewerten. Tun Sie das, so kämen Sie auf eine Gesamtpunktzahl von lediglich „10“ („9“ + „1“). Sind Sie risikofreudig genug, können Sie eine weitere Karte ziehen. Wenn Sie Glück haben, erhalten Sie ein weiteres As, das Sie nun als „11“ zählen und somit Ihren „Blackjack“ erhalten haben („9“ + „1“ + „11“ = „21“).

Wie Sie sehen, sind den Kombinationsmöglichkeiten (fast) keine Grenzen gesetzt solange Sie mit Ihrer letztendlichen Gesamtpunktzahl nicht über „21“ kommen. In der Endauswertung ist es aber selbstverständlich, dass ein „Natürlicher Blackjack“ (d.h. aus nur zwei Karten bestehend) einen „Gewöhnlichen Blackjack“ (d.h. aus mehr als zwei Karten bestehend) übertrumpft. Dementsprechend würde auch ein aus nur drei Karten bestehender „Gewöhnlicher Blackjack“ (z.B. „10“ + „8“ + „3“) einen aus vier Karten zusammengesetzen „Gewöhnlichen Blackjack“ (z.B. „3“ + „2“ + „5“ + „As“) übertrumpfen.

Dealer-Regeln

Wir dürfen uns noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen, dass Sie bei Blackjack in erster Linie direkt gegen den Dealer spielen. In diesem Sinne verlieren Sie immer dann, wenn die Hand des Dealers bei der Auswertung höher als Ihre eigene ist.

Zugute kommt Ihnen bei vielen Blackjack-Varianten aber der Umstand, dass der Dealer je nach Blackjack-Variante nach dem Aufdecken seiner ersten beiden Karten dann eine weitere Karte ziehen muss, wenn seine Gesamtpunktzahl unter einem bestimmten Wert bleibt, und zudem das Ziehen einstellen muss, sobald er mit seiner dritten Karte über den vorbestimmten Gesamtpunktewert kommt. Beispiel: Die Hand des Dealer muss über „17“ kommen. Hält er lediglich eine „10“ und eine „5“ (= „15“), so muss er eine weitere Karte ziehen. Ist dies eine „3“, so hat der Dealer nun den vorgegebenen Mindestpunktewert überschritten („10“ + „5“ + „3“ = „18“) und darf keine weitere Karte mehr aufnehmen. Stellt sich auf der anderen Seite die dritte Karte als eine Bildkarte heraus (die als „10“ bewertet wird), so kommt der Dealer bereits über „21“ („10“ + „5“ + „10“) und Sie haben automatisch gewonnen, egal welchen Gesamtpunktewert Ihre eigene Hand aufweist.

Abschließend wollen wir uns noch kurz den gar nicht so seltenen Fall betrachten, wenn sich der Punktewert Ihrer Karten mit jenem des Dealers deckt. Trifft dies zu, so gilt die Spielrunde als unentschieden und Sie erhalten Ihren Einsatz zurück. Das gilt übrigens auch in dem Fall, wenn Sie und der Dealer jeweils einen „Natürlichen Blackjack“ erzielt haben. Die beiden heben sich gewissermaßen gegenseitig auf. Doch Vorsicht: Hat der Dealer zwar die gleiche Punktezahl wie Sie, konnte sie jedoch mit weniger Karten erzielen (Sie: „10“ + „5“ + „4“ = „19“ / Dealer: „10“ + „9“ = „19“), so haben Sie Ihren Einsatz selbstverständlich verloren, denn die Hand des Dealers ist durch den Umstand, dass sie aus lediglich zwei Karten besteht, natürlich besser.

Write a Comment

Only registered users can comment.