Die Grundlagen des Bankvorteils beim Europäischen Roulette

Um erfolgreich beim Europäischen Roulette mitzumischen bedarf es nicht ausschließlich einer oberflächlichen Kenntnis der Einsatzmöglichkeiten, d.h. wie man seine Chip platzieren kann. Es ist sicherlich auch von Vorteil, sich näher mit den Grundlagen unterschiedlicher Mechanismen zu beschäftigen.

Europäisches RouletteEiner dieser Mechanismen ist der Bankvorteil (manche sagen auch Hausvorteil dazu). Das Wort beschreibt den Chancenvorteil, den die Bank – gegen die Sie spielen – automatisch für sich beansprucht; und das hat natürlich Auswirkungen, wie erfolgreich Sie bei Ihrem Roulettespeil sein können. Es kann sich also buchstäblich in barer Münze auszahlen, diesen Bankvorteil zumindest in seinen Grundzügen zu kennen.

Um ihn zu erläutern, sollten wir uns zunächst die Frage stellen: Stimmt es eigentlich, dass alle Einsätze beim Europäischen Roulette die gleiche Auszahlungsquote haben? Nachfolgend wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie das herausfinden.

Schauen wir uns zunächst eine Straight-up Wette an, also wenn Sie Ihren Chip auf eine bestimmte Nummer auf dem Roulettetisch setzen. Fällt die Kugel auf diese Nummer erhalten Sie als Gewinn Ihren Chipwert mal 35 ausbezahlt. Allerdings hat der Tisch im Europäischen Roulette jedoch 37 Zahlenfelder, auf die Sie setzen können. Ergo ist Ihre Gewinnchance bei einer Straight-up 1:37, d.h. Sie dürfen in statistischer Hinsicht erwarten, dass die Kugel alle 37 Runden auf der von ihnen gewählten Zahl landet. Gleichzeitig bedeutet das natürlich, dass Sie statistisch gesehen in 37 Runden 36 Mal verlieren. Der arithmetische Rechenwert eines Gewinnes ist demnach: 35 x 1 : 37 = 0,946. Dementsprechend ist der arithmetische Rechenwert des Verlierens: -1 x 36 : 37 = -0,973. Addieren wir diese Werte zusammen, erhalten wir die Summe -0,0270. In einer Prozentzahl ausgedrückt bedeutet das einen Verlust von 2,7 Prozent, den Sie in jedem Europäischen Roulettespiel einplanen müssen. Gleichzeitig ist dies der Bankvorteil, d.h. die Bank hat in jeder Runde eine 2,7 Prozent höhere Chance als Sie, um aus der Runde als Gewinner hervorzugehen. Die Arithmetik lügt nicht.

Nun wollen wir das gleiche Rechenbeispiel mit einer Eckenwette ausprobieren, also wenn Sie Ihren Chip so platzieren, dass er vier Zahlen mit einschließt. Ihre Gewinnchance steigt (da die Kugel potentiell auf einer dieser vier Zahlen landen kann), dafür erhalten Sie aber auch nur das Achtfache Ihres Chipwertes ausbezahlt. In der Tat ist Ihre Chance 4:37, d.h. Sie haben statistisch gesehen die Chance, vier Mal innerhalb von 37 Runden mit Ihrer Wette richtig zu liegen. Die Chance zu verlieren beläuft sich hingegen auf 33: 37. Unter Heranziehung der bereits oben genannten Rechenformeln berechnen wir nun wiederum den Bankvorteil, dieses Mal bei einer Eckenwette im Europäischen Roulette. Also: (8 x 4 : 37) + (-1 x 33 : 37) = (0,865) – (0,892) = -0,0270 – bzw. prozentual ausgedrückt wiederum 2,7 Prozent!

Sind Sie überrascht? Der Bankvorteil beim Europäischen Roulette ist stets 2,7 Prozent! Falls Sie uns nicht glauben wollen, können Sie das Rechenbeispiel mit jeder x-beliebigen Einsatzart selber durchspielen. Sie werden erkennen, dass der berechnete Bankvorteil immer als 2,7 Prozent herauskommt, egal als wie ausgefeilt Sie Ihre eigene Roulettestrategie auch ansehen mögen.

Das soll Sie jedoch nicht verzagen, den ganz so schlimm ist das eigentlich gar nicht. Wie wir arithmetisch bewiesen haben, bleibt der Bankvorteil stabil, also immer und stets bei 2,7 Prozent. Dementsprechend balanciert sich das Verhältnis zwischen Einsatzrisiko und Gewinnchance hinsichtlich der Auszahlungsquoten automatisch aus. Wenn Sie also eine Zeitlang auf nur eine Nummer wetten, dann jedoch dazu übergehen, eine Weile lang beispielsweise eine Eckenwette zu tätigen, wird sich die Auszahlungsquote automatisch anpassen. Im Endeffekt bedeutet das für Sie, dass Sie durchaus eine komplexe Strategie anwenden können, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass sich der Bankvorteil zu Ihren Ungunsten verändern könnte. Denn 2,7 Prozent bleiben halt 2,7 Prozent.

Kategorie: News

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