Wenn Spielsucht zum Problem wird: Vater ließ Kinder alleine im Hotel

Ob in der landbasierten Spielbank oder im Online Casino: Spielautomaten sollen Spaß machen, eventuell die Brieftasche aufpolstern helfen, dürfen jedoch nicht dazu verleiten, dass man als mündiger Erwachsener seine Pflichten vernachlässigt oder vergisst.

Leider scheint es manchen Zeitgenossen nicht zu gelingen, eine ausgewogene Balance zwischen Vergnügen und Zeitvertreiben auf der einen Seite und Pflichten und Verantwortungen auf der anderen herauszubilden, wie die Zeitung Südkurier Ende September 2016 in einem erschütternden Beitrag berichtete.

Der Südkurier berichtet

So berichtete der Südkurier über einen weiteren Fall von Spielsucht. In der südwestdeutschen Stadt Konstanz direkt an der Schweizer Grenze hatte sich ein Vater mit seinen beiden Kindern im Alter von sieben und neun Jahren in einem Hotel einquartiert.

Gegen Abend verließ er es, wobei er seinen beiden Sprösslingen, die alleine auf dem Zimmer blieben, sagte, er müsse „etwas Dringendes erledigen“ und wäre in wenigen Stunden wieder zurück.

Als er in später Nacht immer noch nicht zurückgekommen war, informierten die Kinder die Rezeption, welche sodann die Polizei verständigte.

Über die Mutter erfuhr die Polizei, dass sich der Mann möglicherweise in einem bestimmten Konstanzer Casino aufhalte, das er oft besuche. Dort wurden die Beamten auch fündig.

Nach eindringlicher Aufklärung über seine Vaterpflichten verließ der Mann mit seinen Kindern das Hotel. Ob er sich die Lektion jedoch auch zu Herzen nahm, ist ungewiss.

Warnung vor Spielsucht

Alle Casinos – ob landbasiert oder im Internet – informieren über die Gefahren der Spielsucht und geben in aller Regel auch Hinweise darüber, wie man erkennt, ob man ihr verfallen ist und wie man ihr entgegenwirken kann.

Während der obige Fall noch relativ glimpflich verlaufen ist, kann Spielsucht weitaus ernstere Auswirkungen haben, nämlich dann, wenn der gesamte Lebensinhalt sich scheinbar nur noch ums Spielen dreht und Familie, Beruf und Finanzen zunehmend in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch wir weisen unsere Gäste stets auf diese Gefahr hin, müssen aber dennoch darauf vertrauen, dass der Einzelne selber ermessen kann, ob er zu viel spielt und dadurch seine Pflichten des täglichen Lebens vernachlässigt.

Wie man Spielsucht vorbeugen kann

Eine gute Methode, der Spielsucht vorzubeugen, ist es, sich ein Limit zu setzen, wie viel Zeit pro Tag (oder Woche) man beim Spielen zubringt und diesen Plan auch strikt einhält. Wenn Sie bemerken, dass Sie sich nicht an Ihren eigenen Plan halten können, wird es Zeit, das Spielen zumindest für einige Wochen völlig aufzugeben.

Als andere eiserne Regel gilt zudem, dass man nur so viel Geld als Spielbudget veranschlagen sollte wie man auch verlieren kann, ohne dass der Lebensunterhalt beeinträchtigt wird.

Ist dieses Limit erreicht, heißt es, sofort mit dem Spielen aufzuhören – und zwar ohne sich selber wacklige Ausreden zurechtzulegen. Die Versuchung, bereits verlorenes Geld durch Weiterspielen wieder „hereinzufahren“, ist sehr groß, führt in aller Regel aber nur zu noch höheren Verlusten.

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